In Memory Elaisa
von Svenja
Heute bin ich ganz doll traurig.
Ich halte mein kleines
Amanda Lesezeichen in der Hand und schaue auf das Bild. Wie immer und überall
lächelt mich Amanda an. Diesem Lächeln kann wohl niemand widerstehen. Auch über
mein Gesicht huscht ein Lächeln.
Dabei habe ich gestern Abend und
auch in der Nacht doch ganz schön oft geweint. Oma und Opa mussten gestern
Abend unsere Granddame der Hundemeute einschläfern lassen. Elaisa vom Saargold,
mit Ihrem vollständigen Namen war eine Tervueren Hündin, die sich Oma und Mama
für den Agility Sport geholt haben.
Mit ihr haben sie auch Nachwuchs
bekommen, so dass heute Kinder und Enkel von ihr da sind. Sicherlich werden die
jetzt auch ihre Mama und Oma vermissen.
Elaisa war schon eine ganz schön
alte Dame, sie war fast 17 Jahre alt. Auf Grund des Alters und ein paar kleiner
„Wehwehchen“ war sie nicht mehr so flott wie früher unterwegs. Aber sie hatte
bis zum Schluss Lust zu leben. Aber wie das so im Leben ist, geht ja nicht nur
den Hunden so, kommen auch andere Probleme dazu. Elaisa schaffte es halt nicht
mehr bis auf den Hof oder die Straße um zu pullern. Na ja, da gab es für zu
Hause eine Windel.
In den letzten Tagen fiel es Elaisa
aber immer schwerer aufzustehen und zu laufen. Sie hat viel geschlafen und
brauchte ihre Ruhe zur Erholung. Meine Oma hat mir mal erklärt, solange unsere
Elaisa keine Schmerzen hat und noch Spaß am Leben wird sie mit der Familie
weiterleben.
Doch dann kam gestern der Unfall
dazu. Elaisa rutschte aus und verletzte sich schwer am Hinterlauf. Sie hatte
sich das Bein ausgekugelt. Leider ließ sich der Schaden nicht so einfach
reparieren. Sie hätte operiert werden müssen.
Oma und Mama haben mir erklärt, dass
man es nicht zulassen muss, dass sich ein Tier quält und Schmerzen hat. Wenn
der Hund so alt und krank wie Elaisa ist, darf man ihn vom Tierarzt
einschläfern lassen. Und so machten sich Oma und Opa gestern auf den Weg,
Elaisa von den Schmerzen zu befreien. Unsere Elaisa wird nun mit den anderen
Tieren an der Regenbogenbrücke warten. Sie erhält nun einen Ehrenplatz in
unserem Garten. Schlaf gut, liebe Elaisa.
Ich schaute mit tränenden Augen auf
das Lesezeichen. Amanda lächelt noch immer. Sie sagt zu mir: „Du schaffst das.
Deine Achtung vor Elaisa wird dich begleiten und die Liebe zu den Tieren dich
stärken, so dass du immer deinen Weg im Leben findest.“
Dann schloss ich meine Augen und
habe ganz fest in den Armen meiner Mama geschlafen, denn ich wusste, es ist
jemand da der auf mich aufpasst.