Die schwarze Klappe - Schriftstellerin Simone Nic

Direkt zum Seiteninhalt

Die schwarze Klappe

von Alex

Wisst Ihr, was ich am letzten Wochenende gemacht habe? Nein?
Macht es Euch gemütlich und ich erzähle es Euch.

Ich war auf Reisen. Ja, ich habe das Reisen für mich entdeckt und das macht einen riesigen Spaß.
Als erstes habe ich meine Räder geölt und dann bin ich wie der Blitz los gesaust.
Erst nach Norden, dann nach Westen und zuletzt immer nach Süden. Irgendwann bin ich an einem großen Wasser angekommen. Da ging es mit meinen kleinen Rädern natürlich nicht weiter. In einem winzigen Hafen lagen einige Boote und ich habe mir das Schiff mit den größten Segeln ausgesucht und bin drauf geklettert. Was ich nicht wusste, das Schiff gehörte Käpt’n Hauf-auf-die-Nuss, dem größten Piratenkapitän der Meere.
Jedenfalls hatte ich es mir auf den Planken neben den großen Fässern gemütlich gemacht und schlief ein. Ich träumte von meiner großen Fahrt übers Meer und von vielen bunten Fischen, Korallen und einer Südseeinsel mit Palmen.

Plötzlich schrie jemand: „Käpt’n, dadadada …“ „Was ist denn dadadada?“: sagte eine tiefe brummige Stimme. „Eine, eine SchneSchneSchnecke.“
Ich wachte auf und meinte trocken: „Klar bin ich eine Schnecke!“

Ich rieb verwundert meine Augenfühler und blickte in ein grimmiges bärtiges Gesicht voller Falten. Ein Auge war verdeckt mit einer schwarzen Augenklappe. Der bärtige Mann schaute mich an und brummte: „Einen blinden Passagier dulde ich nicht! Fesselt ihn an den Mast.“

Erschrocken blickte ich den Käpt’n an und überlegte blitzschnell, wie ich mich aus dieser Situation befreien konnte. Zwei der Piraten, der eine stotterte und der andere humpelte, kamen mit ihren riesigen Händen auf mich zu. Schnell sprang ich auf und mit meinen Rädern fuhr ich so schnell ich konnte durch die Beine des stotternden Piraten. Der war so erschrocken, dass er mit dem anderen Piraten zusammenstieß. Beide fielen um, plumps. Da lagen sie nun und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen.
Der Käpt’n schimpfte: „Ihr Dummköpfe“, nahm einen großen Schluck aus seiner Rum - Flasche und schlurfte zur Kajüte.
Nach diesem aufregenden Vorfall düste ich mich von Bord und meine Rädchen trugen mich schnell vom Süden in den Westen und dann über den Norden wieder nach Hause.
Hier angekommen, machte ich es mir gemütlich und träumte von meinen nächsten Abenteuern.
Amanda - Ein Mut-mach-Buch mit Ausmalseiten für die ganze Familie
Zurück zum Seiteninhalt